ASVÖ Tirol Infobox zum Coronathema

Stellt uns eure Fragen im Zusammenhang eures Sportvereins und der aktuellen Coronakrise.                                                                                             

Die aktuelle Situation mit dem Coronavirus sehen drastische Maßnahmen vor.

Beschränkungen im öffentlichen Raum sind unumgänglich. Für den Sport bedeutet dies, dass der Trainings- und Vereinsbetrieb komplett eingestellt werden muss. Alle Sport-, Wettkampf- und Trainingsstätten sind vollständig zu schließen.

Mit diesen neuen Richtlinien ergeben sich auch viele Fragen für die einzelnen Sportvereine.

 

Wir sind bemüht, die an uns gestellten Fragen im Zusammenhang mit der Coronasituation und dem Tiroler Vereinsbetrieb laufend zu beantworten.

Also zögert nicht und schreibt uns hier eure Anliegen.

Schreibt uns euer Anliegen:

FAQ – häufig gestellte Fragen:

Mit dem vorübergehenden Einstellen des gesamten Vereinslebens entstehen für viele der 15.000 Sportvereine schwere wirtschaftliche Schäden. Bei manchen ist ein Weiterbestand stark gefährdet. Egal, ob im Spitzen-, Amateur- oder Breitensport: Einnahmen fehlen, während Kosten weiterlaufen.

Deshalb hat Sport Austria (Bundes-Sportorganisation) als Interessenvertretung des heimischen Sports von Anfang an immer auf einen adäquaten Ersatz des entstandenen Schadens gedrängt und ein Kraftpaket von mindestens 100 Millionen Euro für die gesamte österreichische Sportvereinsstruktur als Sofortmaßnahme eingefordert. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Dach- und Fachverbände hat Sport Austria deshalb in einer Task Force alle erforderlichen Unterlagen für das Sportministerium erstellt und somit der Bundesregierung eine fundierte, hochqualitative Entscheidungsgrundlage für das Sport-Hilfspaket zur Verfügung gestellt.

Nun kommt die Bundesregierung in die praktische Umsetzung! Sport- und Finanzministerium haben einen gemeinsamen Topf von 700 Millionen Euro angekündigt – für alle gemeinnützigen Organisationen.

Jetz gilt es, dass der Hilfstopf für gemeinnützige Organisationen schnell in die konkrete Umsetzung kommt und Beantragungen und erste Auszahlungen noch im Mai stattfinden können.

Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden.

Den offenen Brief der Sport Austria könnt ihr hier nachlesen.

Die Ausnahmesituation rund um COVID-19 hat betreffend die Verwendung der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) einige Fragen aufgeworfen. Da für Heimtrainings bzw. angeleitete Trainings via Videokonferenz kein Reiseaufwand entsteht bzw. entstand, dürfte die PRAE nicht sozial- und steuerfrei zur Auszahlung gebracht werden. Durch intensive Bemühungen des Sports konnte nun eine Ausnahmeregelung für die Anwendung der PRAE erwirkt werden, welche im Nationalrat beschlossen wurde.

Gemäß dieser darf, wenn aufgrund der COVID-19 Krise Sportstätten gesperrt sind bzw. waren und alle anderen Voraussetzungen (Ausübung in nebenberuflicher Tätigkeit, Einhaltung der Tageshöchstgrenze von € 60.- etc.) für den Bezug erfüllt sind, auch ohne das Vorliegen einer Reisetätigkeit (z.B. Training zu Hause, Training in Form einer Videokonferenz) vom Verein/Verband steuer- und sozialversicherungsfrei eine PRAE ausgezahlt werden.

Zeitraum der Anwendbarkeit: 16.3.2020 (Beginn Schließung der Sportstätten) bis 31.12.2020. Diese Ausnahmeregelung gilt rückwirkend mit 16.3. für die Zeiträume im Jahr 2020, in welchen die Sportstätten gesperrt sind. Die „Einsatztage“ sind entsprechend zu dokumentieren, auch wenn die „Einsatztage“ zu Haus erbracht wurden. Die entsprechenden Formulare zur PRAE finden sie hier.

Ja, im Freiluftbereich von Sportstätten unter Einhaltung des Abstandes von zwei Metern gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, sind Trainings, Kurse und Kleingruppentraining wieder erlaubt.

Die Gruppengröße ist auf maximal zehn Personen beschränkt.

Gleiches gilt bei Kinder- und Jugendtrainings. Diese sind auch unter Einhaltung der Abstandsregelungen und der Gruppengröße von maximal zehn Personen möglich. Wir empfehlen allerdings Kinder und unmündige Minderjährige (unter 14 Jahre) während des Aufenthaltes auf der Sportstätte von einer volljährigen Person (ab 18 Jahre) zu beaufsichtigen. Dabei empfiehlt es sich, pro Aufsichtsperson eine Gruppe von maximal sechs Kindern/Jugendlichen zu betreuen.

Sport im Freien zu betreiben ist weiterhin möglich, solange ein Abstand von einem Meter (wir empfehlen einen größeren Abstand) gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben eingehalten wird.

Ab 15. Mai ist auch das Betreten von Freiluft-Sportstätten zur Sportausübung allgemein zulässig. Bei der Ausübung der Sportart ist ein Abstand von zwei Metern gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben einzuhalten.

Ebenso ist sportartspezifisches Mannschaftstraining im Freiluftbereich von Sportstätten unter Einhaltung des Abstandes und einer maximalen Gruppengröße von zehn Personen möglich. Das Mannschaftstraining in geschlossenen Räumlichkeiten ist derzeit nicht zulässig.

Ausgenommen von der Abstandsregelung ist ab 15. Mai die Ausübung von Mannschaftssport im Freiluftbereich durch Spitzensportler gemäß § 3 Z 6 BSFG 2017, auch aus dem Bereich des Behindertensports, die aus ihrer sportlichen Tätigkeit Einkünfte erzielen. Hier kann der Abstand von zwei Metern bei Ausübung der Sportart unterschritten werden.

Generell wird aber weiterhin an das Verantwortungsbewusstsein aller Sportlerinnen und Sportler appelliert. Nicht alles, was nicht explizit verboten wurde, ist in der jetzigen Situation ratsam, wünschenswert und verantwortungsbewusst. So empfehlen wir Sport im eigenen Umfeld zu betreiben, so dass dies nicht mit einer unverhältnismäßigen Anreise verbunden ist. Auch der Intensitätsgrad sollte nicht zu exzessiv ausfallen und das Risiko sollte minimiert werden, da Rettungseinsätze das ohnehin stark geforderte Gesundheitssystem strapazieren.
Viele Fachverbände haben bereits eigene Handlungsempfehlungen für ihre Sportart verfasst und zur Verfügung gestellt.
Auf der Seite https://www.asvo-corona.at/ kann man sie nachlesen und downloaden.

Ab 01.05.2020 darf man unter gewissen Voraussetzungen auch Sport auf Sportstätten wieder betreiben, nämlich vorerst jene Sportarten, die in ihrer typischen Ausführung einen Mindestabstand von zwei Meter aufweisen (z.B. Tennis, Golf, aber nicht Fußball, Handball oder Kampfsport)

Die Verordnung dazu finden Sie hier.

Auch öffentliche Flächen wie Parks sperren nach und nach wieder auf und können genützt werden.

Generell wird aber weiterhin an das Verantwortungsbewusstsein aller SportlerInnen appelliert. Nicht alles, was nicht explizit verboten wurde, ist in der jetzigen Situation ratsam, wünschenswert und verantwortungsbewusst. So empfehlen wir Sport im eigenen Umfeld zu betreiben, so dass dies nicht mit einer unverhältnismäßigen Anreise verbunden ist. Auch der Intensitätsgrad sollte nicht zu exzessiv ausfallen, zudem sollte das Risiko minimiert werden, da vermeidbare Rettungseinsätze das ohnehin stark geforderte Gesundheitssystem strapazieren.

Ergänzend gibt es noch Handlungsempfehlungen  der Sport Austria zur Sportstättenöffnung und Sportausübung.

Sportunterricht bzw. Kurse und Trainings dürfen unter Einhaltung der Einschränkungen und Handlungsempfehlungen durchgeführt werden. Interne Wettkämpfe, wie etwa Vereinsmeisterschaften, sind in Sportarten, in denen das Einhalten der Abstandsregel von zwei Metern auch im Wettkampf gewährleistet ist, erlaubt, sofern sie ohne ZuschauerInnen stattfinden. Damit sind Wettkämpfe mit Massenstart (u.a. Straßenläufe, Radrennen) bis auf weiteres ausgeschlossen. Zudem gilt sowohl für Gruppen auf Sportstätten als auch im öffentlichen Raum die Beschränkung, dass sich maximal zehn Personen treffen dürfen (zum Beispiel Kleingruppentraining).

Bei der Firma Cosmos ist es möglich Mund- und Nasenmasken in größeren Mengen zu bestellen.
Hier findet ihr die Beschreibung sowie das Bestellformular.

Hygiene-, Desinfektionsmittel und andere Schutzausrüstungen sind beispielsweise bei den in dieser Liste angeführten Unternehmen schon in kleineren Mengen verfügbar. Diese österreichischen Unternehmen sind bereits seit vielen Jahren in entsprechenden Geschäftsbereichen tätig.

Wie vom Sportminister Werner Kogler verkündet, treten ab 20. April 2020 Lockerungen für das Training von SpitzensportlerInnen in Kraft. Details dazu finden Sie in dieser Verordnung: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_162/BGBLA_2020_II_162.html

Somit dürfen SpitzensportlerInnen nicht öffentliche Sportstätten für ihr Training betreten. Dies gilt auch für deren BetreuerInnen, wobei zu beachten ist, dass zwischen den Personen mindestens 2 Meter Abstand eingehalten wird und das Training wenn möglich im Freien stattfinden. Für geschlossene Räume gilt, dass pro Person mindestens 20 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen müssen. Als SpitzensportlerInnen sind Personen definiert, die ihre sportliche Tätigkeit beruflich ausüben, daraus Einkünfte erzielen und bereits an internationalen Wettkämpfen im teilgenommen haben. Unter Einkünfte fallen auch Fördergeldern (BSG, Sporthilfe, Sportpool), Sponsorgelder, Preisgelder usw.

In einem zweiten Schritt werden die Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler ab 1.Mai zum Zug kommen. Um dies zu ermöglichen wird das Betretungsverbot der Sportstätten mittels Verordnung neu geregelt.

Zusätzliche Erläuterungen zu dieser Verordnung werden seitens des Sportministeriums folgen.

Wenn Sie in den nächsten Tagen eine Generalversammlung oder Jahreshauptversammlung geplant haben, können Sie diese auf Grund des mit 16. März 2020 in Kraft getretenen Versammlungsverbotes natürlich nicht abhalten. Richten Sie daher bitte folgendes Schreiben an Ihre zuständige Bezirkshauptmannschaft oder Polizeidirektion.

Als Begründung kann folgende Vorlage dienen:

Aufgrund des mit 16. März 2020 in Kraft getretenen Versammlungsverbotes können wir unsere für „XYZ“ geplante Generalversammlung/Jahreshauptversammlung nicht abhalten. Alle bisher gewählten Funktionäre und Funktionärinnen behalten Ihre Funktionen. Wir werden die Generalversammlung/Jahreshauptversammlung – sobald es die Gesetzeslage zulässt – nachholen.

Wir bitten um Kenntnisnahme.
(Vereinsmäßig gezeichnet)


Generell sollten Versammlungen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 verlegt werden. Sitzungen oder Versammlungen, die trotzdem abgehalten werden müssen wie zum Beispiel Vorstandssitzungen, Versammlungen zur Beschlussfassung oder zur Wahl eines neuen Vorstandes, weil die Funktionsperiode ausläuft, können auch ohne physische Anwesenheit der TeilnehmerInnen durchgeführt werden. Das Bundesministerin für Justiz (BMJ) hat dazu durch Verordnung nähere Regelungen betreffend die Durchführung dieser Versammlungen getroffen, die in folgendem Erlass näher erläutert sind: https://www.justiz.gv.at/file/2c94848a6ff6ffb20170de903c3a403a.de.0/ejabl%20nr._59_2020.pdf

Diese Regelungen erlauben Verbänden/Vereinen, auch wenn dies die Statuten nicht vorsehen, Sitzungen (z.B. des Vorstandes) oder statutarisch vorgeschriebene Versammlungen (z.B. Generalversammlung) per Videokonferenz abzuhalten. Dies gilt auch, wenn es sich um eine Delegiertenversammlung handelt. Sind Videokonferenzen für Sitzungen mit wenigen TeilnehmerInnen (z.B. Vorstandssitzung) eine praktikable Möglichkeit der Interaktion, so können diese mit steigender Anzahl der TeilnehmerInnen (z.B. Generalversammlung) nicht mehr möglich bzw. zweckmäßig sein. Daher sieht die Verordnung vor, dass bei Generalversammlungen der Vorstand für Angelegenheiten, die eine Beschlussfassung durch die Generalversammlung bedürfen (z.B. Wahlen), eine schriftliche Abstimmung anordnen kann. Dies ist auch möglich, wenn die Statuten dies nicht vorsehen. Eine schriftliche Abstimmung kann auch auf elektronischem Weg (z.B. per E-Mail) erfolgen. Weitere Details sind im oben angeführten Erlass zu entnehmen.

In Anbetracht des damit verbundenen Aufwandes wird empfohlen, die Beschlussfassung auf die Punkte zu beschränken, die keinen Aufschub erlauben (z.B. Wahlen bei Auslaufen der Funktionsperiode des Vorstandes). Die Verordnung tritt rückwirkend mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des COVID-19-Gesetzes in Kraft. Somit werden auch virtuelle Versammlungen, die zwischen 22.3. und 8.4.2020 stattgefunden haben, nachträglich legalisiert.

Nein. Nach derzeitigem Stand und den Hinweisen durch die Bundes-Sport GmbH können alle Subventionen nach dem Regulativ des ASVÖ Tirol ohne Verminderung ausbezahlt werden.

Einen Überblick über alle möglichen Subventionen des ASVÖ Tirol findet ihr hier.

Aktuell steht der gesamte Tiroler Sport und seine Angehörigen vor der Aufgabe, die Herausforderungen im Trainingsalltag trotz der massiven Einschränkungen zu meistern. Die derzeitige Situation bringt auch die Gefahr der psychischen Belastung mit sich, kann aber von manchen auch als Chance gesehen werden.

„If you can´t go outside, go inside!” Ganz nach diesem Motto wird unterstützt und begleitet.

Verloren gegangene Strukturen und Abläufe, veränderte Trainingsgewohnheiten, abgesagte bzw. verschobene Wettkämpfe, Sorgen um die private und sportliche Zukunft beschäftigen zurzeit viele FunktionärInnen, TrainerInnen und AthletInnen. Diese Stresssituation kann zu persönlichen Krisen führen.

Für die sportpsychologische Koordinationsstelle des Landes Tirol ist es in dieser Krisenzeit unerlässlich, rasch und schnell kompetente Hilfe zu leisten. Aus diesem Grund bieten wir allen FunktionärInnen, TrainerInnen und AthletInnen des Tiroler Spitzen- und Nachwuchssports unabhängig von den genehmigten Fördermitteln der sportpsychologischen Förderung des Landes Tirol sportpsychologische Betreuungs- und Beratungsgespräche via Videotelefonie und Telefon an.
Trotz dieser Einschränkungen kann diese Zeit auch effektiv genutzt werden!

Insbesondere das Training bzw. die Entwicklung der mentalen Fähigkeiten und Fertigkeiten kann in den Vordergrund rücken. Die Chance, die trainings- und wettkampffreie Zeit für die Erarbeitung/Entwicklung der mentalen Kompetenzen mittels Videotelefonie und Telefon zu nutzen, auch dafür stehen wir gerne zur Verfügung!

Kontaktaufnahme:
Mag. Mirjam Wolf
mirjam.wolf@tirol-kliniken.at
0664/3825523

Das Ausreiten bzw. den Reitstall für sportliche Aktivitäten aufzusuchen ist derzeit in Tirol aufgrund des Maßnahmepakets der Tiroler Landesregierung nicht gestattet.

Prinzipiell dürfen Sie aber Ihr Pferd aufsuchen, wenn dies zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr notwendig ist.

Das bedeutet, zulässig ist ein Betreten des Stalls oder Reitbetriebs für die Betreuung, Pflege und Gesunderhaltung des Tieres. Dabei ist durch die Eigentümerin oder den Eigentümer der Reitanlage sicherzustellen, dass nur eine Person pro Pferd Zugang zur Anlage hat und dass das Betreten der zu der Reitanlage gehörenden Gebäude oder Gebäudeteile in einem zeitlich koordinierten und abgestimmten Rahmen stattfindet. Ansonsten ist das Betreten von öffentlichen Räumen, zu denen auch Reitbetriebe und Pferdeställe zählen können, untersagt.

Um das eigene Pferd ausreichend bewegen zu können, darf der Stall oder die Reitanlage betreten werden. Ist freier Auslauf auf der Koppel nicht möglich, muss Bewegung auf andere Art und Weise sichergestellt werden. Etwa in Form von Longieren, Spazieren gehen, Schrittmaschine oder dergleichen. Voraussetzung ist aber immer, die Vorgaben zur Vermeidung einer Covid-19-Infektion zu beachten: also keine Ausritte oder Trainings in Gruppen zu unternehmen. Dabei darf das Gelände der Reitanlage jedenfalls nicht verlassen werden. Ein Ausreiten im öffentlichen Raum ist nicht möglich.

Von Seiten der Politik wird eindringlich ersucht von verletzungsträchtigen Sportaktivitäten Abstand zu nehmen, um Krankenhäuser mit Unfallbehandlungen nicht unnötig zu belasten. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass bei etwaigen Verletzungen keinerlei Haftung übernommen wird, wenn die entsprechenden Verordnungen nicht eingehalten wurden.

Die Empfehlung von Präsident Mag. Klaus Haim (Tiroler Pferdesportverband) sieht Folgendes vor:

Empfehlung des Tiroler Pferdesportverbands zur Versorgung von Pferden in Einstellbetrieben während der Ausgangssperre

Liebe PferdebesitzerInnen,

die Tiroler Landesregierung hat am 15. März 2020 eine Ausgangssperre verordnet. Grundlage für diese Verordnung bildende verkehrsbeschränkenden Maßnahmen nach dem Epidemie-Gesetz von1950. In diesem Gesetz gibt es auch Ausnahmeregelungen:

Eine Handlung zur Versorgung von Tieren ist erlaubt.

Ich erlaube mir als Präsident des Tiroler Pferdesportverbandes eine Empfehlung zu geben, um das Ansteckungsrisiko für Menschen in Reitställen möglichst auszuschließen:

  • Es sollten in Einstellbetrieben nicht mehr als fünf BesucherInnen gleichzeitig anwesend sein.
  • Jede/r Pferdebesitzer/in oder Verantwortliche/r sollte in Einstellbetrieben nicht mehr als eine Stunde täglich pro Pferd zur Versorgung, Bewegung und Verabreichung von Medikamenten verbringen.
  • Den StallbesitzerInnen wird empfohlen, eine Planung für Besuchszeiten bei den Pferden vorzunehmen, sodass gewährleistet ist, dass sich zu keinem Zeitpunkt mehr als fünf Besucher im Reitstall aufhalten.

Wir verstehen und akzeptieren alle Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus und hoffen, dass sich die Lage durch dies gesetzten Schritte rasch verbessert. Ich bitte alle Pferdebesitzer/innen nur Maßnahmen zu setzen, die für die Tiergesundheit absolut notwendig sind.

Mit besten Grüßen und großer Hoffnung auf Besserung,

Mag. Klaus Haim
Präsident des Tiroler Pferdesportverbandes

Fritzens, 15. März 2020

(https://www.pferdesport-tirol.at/)

 

Weitere Infos finden Sie auch auf https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html unter dem Punkt Corona und Haustiere.

Laut den aktuellen Maßnahmen der Bundesregierungen sind Veranstaltungen abzusagen, der Sportbetrieb einzustellen und Sportstätten zu schließen.

Sanierungsmaßnahmen-, Erhaltungs- und Wartungsarbeiten von Sportanlagen fallen unter den Ausnahmetatbestand: „Ausgenommen vom Verbot sind Betretungen, die für berufliche Zwecke erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Dabei ist darauf zu achten, dass eine berufliche Tätigkeit vorzugweise außerhalb der Arbeitsstätte erfolgen soll, sofern dies möglich ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber ein Einvernehmen finden.“

Das Betreten der Anlage ist demnach nur für berufliche Zwecke erlaubt, die unbedingt erforderlich und nicht aufschiebbar sind. Was darunter zu verstehen ist, muss im jeweiligen Einzelfall vom Arbeitgeber beurteilt werden. Die Sportplatzpflege ist aber nicht als Grundbedürfnis zu verstehen. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann.

Die Regierung stellt Hilfmaßnahmen bei Liquiditätsengpässen auch für selbstständige TrainerInnen

Voraussetzung für die Anwendung der unten angeführten Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der/die Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er/sie von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine Coronavirus-Infektion zurückzuführen ist. Dazu zählen zum Beispiel außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sport- und Kuluturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens.

Sämtliche Anträge, die die unten angeführten Maßnahmen betreffen, sind sofort zu bearbeiten.

  • Einkommen- oder Körperschaftsstuervorrauszahlungen für 2020 können herabgesetzt oder mit null Euro festgesetzt werden
  • Abstandnahme von der Festsetzung von Nachforderungszinsen
  • Stundung und Entrichtung in Raten
  • Stundungszinsen bis zu Null herabsetzen
  • Säumniszuschläge bis zu Null herabsetzen

Das Formular findet man unter folgendem Link:

www.bmf.gv.at/public/informationen/coronavirus-hilfe.html

Die Möglichkeit zur „Corona-Kurzarbeit“ steht nun auch den Sportvereinen offen. Bislang war dies nur Vereinen der Fußball-Bundesliga möglich. Damit soll besonders Vereinen geholfen werden, die sich aufgrund der finanziellen Situation mit Kündigungen ihrer DienstnehmerInnen beschäftigen müssen (DienstnehmerInnen im Sinne der Einkommensteuer- bzw. Sozialversicherungsgesetz). Wichtige Information: Die Unterschriftsfelder der Sozialpartner können bei der Antragstellung frei gelassen werden!

Notwendige Formulare zur Antragsstellung:

Gemeinnützige Sportvereine können im Rahmen der PRAE „Pauschale Reiseaufwandsentschädigung“ bis zu 60 Euro pro Einsatztag, insgesamt 540 Euro pro Monat steuerfrei an SportlerInnen, TrainerInnen, Schiedsrichter, Instruktoren und Sportbetreuer als Aufwandserstattung (§ 3 Abs1 Z16c EstG) auszahlen.

Kostenersätze im Zusammenhang mit ihrer sportlichen Tätigkeit erhalten. Einsatztage sind Training oder Wettkampftage!

Conclusio: die PRAE kann ausschließlich für Einsatztage im Rahmen der sportlichen Tätigkeiten für Training oder Wettkämpfe steuer- bzw. sozialversicherungsfrei in Anspruch genommen werden!

Angaben zur Tätigkeit und dem Bezieherkreis

Gemäß § 3 (1) Z 16c EStG und § 49 (3) Z 28 ASVG besteht die Möglichkeit, dass SportlerInnen und SportbetreuerInnen ihren Reiseaufwand pauschal ersetzt bekommen können. Gemäß Finanzausschuss des Parlaments gilt der Begriff Sportler und Sportbetreuer hierbei für folgende Personengruppen:

  • Mannschaftssportler/innen sowie Einzelsportler/innen, die von gemeinnützigen Sportvereinen und –verbänden Trainer, Instruktoren und Übungsleiter, die die Sportler/innen sportfachlich unterstützen;
  • weitere Sportbetreuer, die die Sportler/innen medizinisch oder organisatorisch unterstützen (Masseure, Sportärzte, Zeugwarte)
  • sowie Personen, die für die sportliche Leitung einer Veranstaltung zuständig sind (Schieds-/ Kampfrichter, Rennleiter).
  • Für Hilfskräfte innerhalb von Veranstaltungen ist die Inanspruchnahme der pauschalen Reiseaufwandsentschädigung zwar steuerlich (EStG) aber nicht sozialversicherungsrechtlich (ASVG) zulässig.
  • Nicht anwendbar für: Funktionäre (Vereinsrichtlinien)

Wir sind derzeit bemüht, für diese außergewönliche Zeit der Corona-Krise, Sonderregelungen für die PRAE zu erarbeiten und Erleichterungen zur Verwendung zu erwirken. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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