Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg setzt virtuell ein Zeichen

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Im Vorfeld der legendären Arlberg Kandahar Rennen, die vergangenes Wochenende in St. Anton am Arlberg die Ski-Weltcup-Elite der Damen am Arlberg begrüßen durften, fand am 7. Jänner die bereits dritte Auflage des Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg statt. Über „Sporthelden ohne Publikum – Spitzensport in Zeiten von Corona“ diskutierten im Rahmen einer Live-TV-Sendung Sportler, Veranstalter und Vermarkter. Ein digitaler Sporttalk am Nachmittag befasste sich mit dem Thema „Jugend zwischen Lust und Frust an der Bewegung“.

Den Auftakt des dritten Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg bildete eine Pressekonferenz, die die Strategie des Alpinen Sportlandes Tirol präsentierte. (mehr dazu hier). Im Anschluss diskutierten Josef Geisler (Landeshauptmannstellvertreter Tirol), Josef Margreiter (GF Lebensraum Tirol Holding GmbH), Toni Innauer (Referent und Buchautor) und die Medizinerin Dr. Katja Tecklenburg (Vizepräsidentin des Tiroler Skiverbandes) das Thema „Jugend zwischen Lust und Frust an der Bewegung“. 
 
Sporttalk: Lebendige Diskussion über Bewegungsfreude und Gesundheit beim Nachwuchs
Das Podium war sich einig, dass sportliche Aktivität sehr viele positive Effekte für die Entwicklung junger Menschen hat: „Es geht um das gemeinsame Erlebnis in der Natur“, erklärte Margreiter in diesem Zusammenhang. Tecklenburg wies auf die Bedeutung einer strukturierten Sportpädagogik hin: „Einmalig eine Sportwoche im Jahr bringt die Jugend nicht zum Sport. Bewegung muss dauerhaft im Schulalltag verankert werden, sonst ist Lust an Bewegung immer abhängig von den Eltern.“ Geisler wies auf die „Glücksmomente, die Sport hervorruft“ hin, diese seien für Jugendliche genauso wichtig wie für Erwachsene. Innauer, der nicht zuletzt auch als erfolgreicher Sportpädagoge gilt, ergänzte diesbezüglich: „Der Begriff ‚Spielen‘ ist hier ein entscheidendes Wort. Der Ernstgedanke muss beim Alltagssport durch den Spielgedanken ersetzt werden. Gaudi und das Miteinander müssen ins Zentrum rücken.“ Wie so oft im Leben sei es der erste Schritt, der zu bewältigen ist. „Umso höher das Niveau, umso größer der Spaß. Entscheidend ist es, die erste Hürde zu packen“, so Innauer abschließend.
 
TV-Live-Diskussion mit Veranstaltern, Sportlegenden und Nachwuchsstars
Abschluss und Höhepunkt der diesjährigen Auflage, die aufgrund der geltenden Covid-Auflagen ohne Saalpublikum organisiert wurde, bildete die Live-TV-Diskussion auf ORF sport+: Das zur aktuellen Situation so passende Thema – „Sporthelden ohne Publikum – Spitzensport in Zeiten von Corona“. Moderatorin Karoline Rath-Zobernig konnte dabei die Sportler Valentina Höll (MTB-Downhill), Benni Raich (Ski Alpin), den neuen Generalsekretär des ÖSV Christian Scherer, den ehemaligen Tennisprofi und nunmehrigen Direktor des Generali Open Kitzbühel Alex Antonitsch sowie den Vizepräsidenten der internationalen Sportvermarktungsagentur Infront Austria, Stefan Krauß auf der Bühne begrüßen.
 
Das allgemeine Credo war, dass „niemand sich gerne an die momentan herrschende Situation gewöhnen“ wolle. Es sei klar, dass leere Zielstadien für Spitzensportler sicherlich ein „Luxusproblem“ darstellten und man sich bereits privilegiert schätze, überhaupt Rennen zu fahren oder Turniere bestreiten zu können. Benni Raich betonte die Wichtigkeit des Sports für die Gesellschaft und hier vor allem für die Jugend: „Vorbilder im Spitzensport sind wichtig, besonders jetzt, denn wenn die Jugendlichen beispielsweise Manuel Feller siegen sehen, dann eifern sie ihm nach und wollen wie er sein.“ Dass einige Sportarten von der Pandemie profitiert haben, zeigte nicht zuletzt der boomende Bike-Markt letzten Sommer. Valentina Höll, erfolgreiche Newcomerin im MTB-Sport, vermisst zwar den Rummel nach den Rennen, sieht aber auch durchaus Vorteile: „Fahrerinnen und Fahrer können sich bei den Wettkämpfen besser konzentrieren, da der Presse- und Fanauflauf absolut minimiert ist und so der Renntag etwas entspannter und mit weniger Zeitdruck verläuft.“ Alex Antonitschist überzeugt davon, dass die Impfung der erste und beste Weg aus der Pandemie ist. Er betonte auch die Wichtigkeit der Sponsoren und Partner für die großen und kleinen Sportevents, ohne deren Treue im letzten Jahr vieles nicht möglich gewesen wäre. Stefan Krauß von der Sport-Vermarktungsagentur Infront hofft auf eine Normalisierung der Situation bis Winter 2021/22, denn die Unsicherheit in den Planungen erschwere den Sportveranstaltern und -vermarktern die Arbeit enorm, verbunden mit unglaublichem Mehraufwand und natürlich auch Mehrkosten. Christian Scherer, Generalsekretär des ÖSV wies auf die soziale Verantwortung der Sportverbände hin und erklärte abschließend, dass eine noch bessere, internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich wünschenswert und erforderlich sei.
 
Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg – Bilanz und Ausblick
Die Verantwortlichen zogen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein zufriedenes Fazit des Sportgipfels Tirol – St. Anton am Arlberg und kündigten eine Fortsetzung im nächsten Jahr an. Peter Mall, Generalsekretär der Arlberg Kandahar Rennen, Josef Chodakowsky, Obmann des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg und Präsident des Ski Club Arlberg sowie Martin Ebster, Geschäftsführer des TVB St. Anton am Arlberg, stellten klar: „Auch im nächsten Jahr 2022 wollen wir mit dem Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg dem Sport und seinen Protagonisten eine Bühne geben und sind zuversichtlich, dass dann auch wieder Live-Publikum vor Ort mit dabei sein kann.“ 
 
Alle Bilder des 3. Sportgipfel Tirol – St. Anton am Arlberg hier
 
Sporttalk „Jugend zwischen Lust und Frust an der Bewegung“ sowie der Sportgipfel „Sporthelden ohne Publikum – Spitzensport in Zeiten von Corona zum Nachsehen hier
 
 
 
 
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